Wie vermeide ich einen Blackout im Bewerbungsgespräch?

Die Dienstagsfrage vom 4. Oktober 2016

Wie vermeide ich einen Blackout im Bewerbungsgespräch?

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Totalausfall im Gespräch: Was ist, wenn ich im Vorstellungsgespräch einen Blackout habe? Das ist mir in der Schule schon häufiger passiert

Ein Vorstellungsgespräch ist für jeden eine schwierige Situation - Angst davor zu haben, ist also völlig normal, das geht den meisten Bewerbern so. Trotzdem ist es hilfreich, wenn du versuchst, diese schon im Vorfeld etwas abzubauen - auch wenn es schwierig ist. So reduzierst du die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich einen Blackout zu bekommen.

Ein Blackout ist eine Angstreaktion: Er entsteht, wenn man große Panik vor etwas hat und einfach nur noch wegrennen möchte. Man kann sich dann nicht mehr auf andere Dinge konzentrieren, der Körper denkt nur daran, zu flüchten. Der Grund dafür liegt in der Evolution: Früher war es ganz praktisch, bei unangenehmen Situationen (zum Beispiel, wenn vor dir ein wildes Tier steht) wegzurennen. Im Bewerbungsgespräch, bei dem es um einen neuen Job geht, ist das natürlich eine schlechte Idee - leider hat unser Körper das noch nicht so ganz mitbekommen.

Deshalb solltest du versuchen, deinem Körper zu zeigen, dass du keine Angst hast - dann kommt es auch nicht so leicht zum Blackout.

Du brauchst keine Angst zu haben!

Mach dir klar, dass es wirklich gute Gründe gibt, warum du keine Angst vor dem Vorstellungsgespräch haben musst:

  • Die Personaler, die das Vorstellungsgespräch veranstalten, machen das nicht, um dich zu quälen - sondern, um dich einzustellen. Es gehört einfach zur Bewerbung dazu. Auch sie haben nichts davon, wenn du dich schlecht fühlst. Ganz im Gegenteil - sie werden sich freuen, wenn du gut im Gespräch bist, schließlich suchen sie passende und gute Mitarbeiter. Es geht bei der kompletten Bewerbung darum, herauszufinden, ob du zu der Stelle und dem Unternehmen passt.
  • Du bist gut vorbereitet (wie das geht, siehst du weiter unten) und gut für die Stelle geeignet. Am besten, du sagst dir das vorher, vielleicht sogar laut - oder lässt es dir von anderen sagen  Denn: Sonst wärst du nicht eingeladen worden und die Personaler würden sich nicht die Zeit nehmen, sich neben deinem Anschreiben und Lebenslauf auch noch die Person hinter der Bewerbung anzuschauen.
  • Das Bewerber nervös sind, ist ganz normal. Gerade, wenn man noch nicht so oft bei einem Vorstellungsgespräch oder Assessment Center war. Das wissen auch die Leute, die dir im Bewerbungsgespräch gegenübersitzen.
  • Falls es mit der Bewerbung nicht klappt, ist das zwar wirklich schade - aber die Welt wird nicht untergehen. Du hast noch mehr Möglichkeiten! Und dann bist du schon Profi bei Vorstellungsgesprächen und hast deine Nervosität vielleicht besser im Griff.

Bereite dich auf das Gespräch vor

Damit du sicher wirst und keine Angst haben musst, ist eine gute Vorbereitung wichtig. Informiere dich genau, was dich erwartet. Sind alle Formalia (Wo genau findet das Gespräch statt? Mit wem? Wie kommst du dahin?) geklärt? Sonst frag bei dem Unternehmen nach. Informiere dich außerdem, welche Fragen häufig in Vorstellungsgesprächen gestellt werden. Für diese Fragen kannst du dir schon einmal Antworten überlegen. Am besten, du übst sie auch einmal mit einem Freund oder deinen Eltern. So lernst du direkt, dich richtig auszudrücken und wirst sicherer in den Formulierungen. Wenn du Angst hast, etwas Wichtiges zu vergessen, kannst dir auch ein paar Stichpunkte, die du unbedingt erwähnen möchtest, aufschreiben und mitnehmen. Du kannst auch als Gedankenstütze deinen Lebenslauf einpacken. Natürlich solltest du nicht direkt ablesen - aber es hilft gegen die Nervosität und ein paar Stichpunkte sind schon in Ordnung. Es ist gar nicht unüblich, einen Notizblock mit Fragen mitzubringen.

Wenn es doch passiert

Wenn es doch soweit kommt, dass du trotz guter Vorbereitung einen Blackout im Vorstellungsgespräch hast, versuch, möglichst locker damit umzugehen. Du darfst dich ruhig kurz sammeln und nachdenken, wo du wieder ansetzen möchtest - das ist überhaupt kein Problem. Vielleicht trinkst du einen Schluck, vielleicht sprichst du auch offen an, dass du kurz rausgekommen bist. Bestimmt sind deine Gesprächspartner so nett und helfen dir, indem sie zum Beispiel die Frage wiederholen. Wie gesagt: Sie kenne sich damit aus, wenn ein Bewerber nervös ist! Vielleicht ist ihnen das sogar selbst schon einmal im Bewerbungsgespräch passiert. Und ein Blackout ist auch kein Grund für das Unternehmen, einem Bewerber abzusagen! Du kannst übrigens ruhig am Anfang des Gesprächs erwähnen, dass du etwas nervös bist - dann musst du nicht mehr darüber nachdenken, ob du unsicher wahrgenommen wirst und bestimmt kommt das sogar sympathisch rüber 

Wir wünschen dir viel Erfolg für dein Vorstellungespräch!

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