Wie wird man eigentlich Youtuber?

Ob Gronkh, Pewdiepie oder BibisBeautyPalace: Wie die Stars groß geworden sind

Wie wird man eigentlich Youtuber?

Es wird immer populärer, anderen Menschen auf Youtube dabei zuzusehen, wie sie Videospiele spielen, sich schminken oder Life Hacks zeigen. Aber wie kann man damit seinen Lebensunterhalt verdienen und ist Youtube–Star eigentlich wirklich ein Beruf? Wir haben uns einmal mit den deutschen Stars der Szene beschäftigt.

Über 4 Millionen kleine Brüder

Mit mehr als vier Millionen Abonnenten ist Erik Range, im Internet besser bekannt als Gronkh, der unumstrittene Star der deutschen Youtube-Szene. Auf seinem Kanal lädt der gebürtige Braunschweiger Videos hoch, in denen er Computerspiele spielt und dies gleichzeitig kommentiert. Diese Art von Videos nennt sich Let's Play. Dabei wird, im Gegensatz zur klassischen Spielerezension, nicht professionell über das gespielte Spiel gesprochen. Es ist eher so, als würde man sich mit Freunden darüber unterhalten. „Das ist ein bisschen wie früher mit dem großen Bruder, dem hat man ja auch beim Spielen zugeguckt und sich dabei unterhalten,“ hat der Internet-Star einmal dem Spiegel erklärt.

Das hört sich für diejenigen, die Gronkh nicht kennen, wahrscheinlich noch nicht besonders fesselnd an. Aber genau das ist Ranges Erfolgsrezept – und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Erst eine Ausbildung zum Fachinformatiker

Erik Ranges Online-Karriere begann fast direkt nach der Schule. Erst machte er eine Ausbildung zum Fachinformatiker und begann danach, mit einem Freund Spiele zu rezensieren. Als der große Erfolg mit den professionellen Bewertungen ausblieb, übernahmen sie irgendwann die Idee mit den Let’s Play-Videos, mit denen US-amerikanische Youtuber schon erfolgreich waren. Das Produzieren von Videos auf Youtube ist mittlerweile Ranges Job geworden, er kann gut davon leben. Er verdiene ein „normales Gehalt“, wie er dem Spiegel berichtet. Weil Google die vertraulichen Daten seines Tochterunternehmens Youtube streng geheim hält, kann man über seinen tatsächlichen Verdienst nur mutmaßen. Laut der Plattform Socialblade verdient Gronkh zwischen 10.000 und 83.000 Euro im Monat.

Schwedischer Youtube-Superstar

Bei anderen Youtubern wie dem Schweden Felix Kjellberg, im Internet besser bekannt als Pewdiepie, kann man dagegen mit einem noch größeren Einkommen rechnen: Sein Kanal hat 44 Millionen Abonnenten und ist damit nicht nur der größte Kanal für Spielevideos, sondern auch der Größte auf Youtube insgesamt. Laut dem Wallstreet Journal hat der schwedische Internet-Superstar im Jahr 2013 ungefähr 4 Millionen US-Dollar nur durch Werbeeinnahmen verdient.

Massenpanik wegen Internetheldin

Bei solchen Aussichten versuchen auch viele andere Menschen mit unterschiedlichsten Videoideen ihr Leben zu finanzieren. Zum Beispiel lädt die Kölnerin Bibi auf ihrem Kanal BibisBeautyPalace Videos mit Schmink- und Outfit-Tipps hoch. Außerdem dreht sie Comedy-Videos mit Freunden, vor allem mit ihrem Freund Julian, der selbst erfolgreicher Youtuber ist. Offenbar gefallen ihren Millionen Abonnenten ihre Videos so gut, dass sich bei einer Autogrammstunde auf dem Kölner Roncalliplatz rund 500 Mädchen drängten. Vier von ihnen mussten wegen mit Quetschungen und Atemnot mit dem Krankenwagen abtransportiert werden.

Alles rund um den Fußball

Einen anderen Weg, um auf Youtube bekannt zu werden, haben die Freekickerz gefunden. Der Stuttgarter Konstantin Hert gründete seinen heutigen Youtube-Kanal, für Videos rund um Fußball am 1. Januar 2010. Hert filmt nicht alle Videos selbst, sondern lässt sich von anderen Fußballbegeisterten Clips ihrer Torschüsse, Paraden oder auch Tipps und Tricks zusenden. Die besten Einsendungen, seine Reviews von Fußballschuhen und Torwarthandschuhen sowie Interviews veröffentlicht Hert dann auf seinem Kanal.

Und jetzt?

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