Zehn Fragen und Antworten zum Thema Bewerbungsfoto

Wie du mit einem professionellen Bild einen guten Eindruck hinterlässt

Zehn Fragen und Antworten zum Thema Bewerbungsfoto

Lachen oder lieber ernst gucken? Einen professionellen Fotografen engagieren oder sich von einem Freund ablichten lassen? Und überhaupt: draußen oder drinnen? Deine Fragen zum Thema Bewerbungsfoto beantworten wir in diesem Text – damit einem guten Foto nichts mehr im Weg steht.

1. Warum überhaupt ein Foto?

Man muss seiner Bewerbung kein Foto beilegen. Keine Firma darf Bewerber benachteiligen, deren Unterlagen ohne Foto eingesandt werden. In vielen Ländern sind Fotos völlig unüblich. In Deutschland hingegen schicken die meisten Bewerber eines mit. Denn: Ein Bewerbungsfoto ist ein Mittel zur Selbstdarstellung. Es geht darum, sich im wahrsten Sinne des Wortes in einem guten Licht zu präsentieren und dem Arbeitgeber über das Foto einen Eindruck von dir zu vermitteln. Das solltest du immer im Hinterkopf haben, wenn du dich mit diesem Thema beschäftigst.

2. Was muss auf dem Foto zu sehen sein?

Ein Bewerbungsfoto ist im Normalfall ein Porträt. Meist sieht man darauf dein Gesicht und deine Schultern oder noch einen Teil deines Oberkörpers. Ganzkörperporträts sind eher unüblich. Das liegt auch an dem Format, das Bewerbungsfotos oft haben. 4,5 mal 6 cm sollte dein Foto mindestens groß sein. Die meisten Bewerber schicken Fotos im Hochformat, es gibt aber auch die Möglichkeit, sich durch Querformate oder quadratische Bilder von der Masse der Bewerber zu unterscheiden.


3. Kann ich nicht einfach das Foto aus dem letzten Urlaub nehmen?

Nein. Urlaubsfotos, Partyfotos und dergleichen sind tabu. Ebenso Fotos, auf denen ursprünglich noch andere Leute zu sehen waren und auf denen du dich „herausgeschnitten“ hast. Was auch gar nicht geht: Bilder, die unscharf sind.

4. Muss ich zum Fotografen oder kann ich mich auch privat fotografieren lassen?

Das Wichtigste ist, dass das Foto professionell gemacht und scharf ist. Wenn du jemanden kennst, der sehr gut fotografiert, kannst du ihn auch bitten, ein Bewerbungsfoto von dir zu machen. Im Zweifelsfall solltest du dich für einen professionellen Fotografen entscheiden. Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe einen, der sogar auf Bewerbungsfotos spezialisiert ist.

5. Draußen oder drinnen?

Früher wurden Bewerbungsfotos hauptsächlich in Fotostudios gemacht. Heute lassen sich viele Menschen aber auch draußen fotografieren – zum Beispiel vor einer Mauer, die unscharf im Hintergrund zu sehen ist. Diese Fotos wirken oft frischer und natürlich, weil der Fotograf das normale Licht draußen nutzen kann und den Raum nicht wie im Studio künstlich beleuchten muss.

6. Wie teuer ist ein Bewerbungsfoto?

Der Preis deiner Fotos hängt davon ab, was du genau machen lässt. Manche Fotografen geben dir eine CD mit den Fotos mit oder laden sie im Internet hoch, sodass du die Fotos hinterher auch digital hast. Bei anderen bekommst du ausgedruckte Fotos mit – entweder in einer oder in verschiedenen Größen. Auch wie viele verschiedene Fotos der Fotograf von dir macht, hat Einfluss auf den Preis. Mit 30 Euro solltest du für professionelle Fotos mindestens rechnen, wenn du die Fotos auch digital bekommst. Günstiger ist es, sich die Bilder direkt vor Ort ausdrucken zu lassen. Generell gilt: Lieber einmal etwas Geld für gute Fotos investieren als hinterher unzufrieden sein.

7. Was soll ich anziehen?

Mit Bluse und Blazer machen Bewerberinnen nichts falsch, bei Bewerbern sind Anzug und Krawatte okay. Je nach Branche kann es auch etwas weniger formell sein, zum Beispiel ein schickes T-Shirt unter dem Blazer bei Bewerberinnen oder Anzug ohne Krawatte bei Bewerbern. Wenn du dir unsicher bist, zieht dich lieber etwas schicker an – hier gilt die gleiche Regel wie beim Bewerbungsgespräch.

8. Wie soll ich gucken?

Du solltest auf deinem Foto kompetent, freundlich und seriös wirken. Aber wie macht man das? Stell dir vor, der Fotograf wäre dein zukünftiger Chef, den du von dir überzeugen möchtest. Du solltest leicht lächeln, selbstbewusst in die Kamera schauen und gerade stehen (oder sitzen). Aber mach dir nicht zu viele Sorgen, Fotografen wissen genau, worauf es ankommt und geben dir Anweisungen.

9. Wie oft muss ich neue Fotos machen lassen?

Das hängt davon ab, wie sehr du dich seit deinem letzten Bewerbungsfoto verändert hast. Das gilt nicht nur für äußerliche Veränderungen (neue Frisur, Bart, stark veränderte Haarfarbe), sondern generell. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Foto nicht mehr zu dir passt, lass am besten ein neues machen.

10. Aufkleben oder ausdrucken?

Wenn du dein Foto auch digital hast, stehst du vor der Frage, ob du es auf deinen Lebenslauf oder dein Deckblatt klebst oder ob du es mit deiner Bewerbung ausdruckst. Beides ist möglich, aber: Wenn du es mit ausdruckst, solltest der Druck eine gute Qualität haben.

Wie geht es weiter?

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