Zeugnisse und Zertifikate: Alles zum Thema Anlagen

Welche Dokumente du deiner Bewerbung beilegen solltest und wie du mit schlechten Noten umgehst

Zeugnisse und Zertifikate: Alles zum Thema Anlagen

Neben einem Anschreiben und einem Lebenslauf gehören Zeugnisse und weitere Bescheinigungen zu deinen Bewerbungsunterlagen. Wir erklären dir, was du einreichen solltest – und wie du damit umgehst, wenn auf deinem Zeugnis schlechte Noten stehen.

Welche Anlagen brauche ich unbedingt?

Ganz wichtig sind aktuelle Zeugnisse. Wenn du dich für eine Ausbildung bewirbst, reichst du neben Anschreiben und Lebenslauf dein aktuelles Schulzeugnis ein. Da du dich meist ein Jahr vor Ausbildungsbeginn bewirbst, ist das oft das Jahreszeugnis deines vorletzten Schuljahres. Wenn du dich für einen Studienplatz bewirbst, musst du bei vielen Unis am Anfang dein Zeugnis nicht mitschicken und es erst einreichen, wenn du eine Zusage bekommen hast.

Was kann ich noch mitschicken?

Hast du während der Schulzeit ein Praktikum bei einer Tischlerei gemacht und bewirbst dich jetzt für eine Ausbildung in diesem Bereich? Dann solltest du auf jeden Fall dein Praktikumszeugnis mitschicken. So zeigst du, dass du schon Erfahrungen in dem Bereich gesammelt hast. Vielleicht gehst du auch seit Jahren ehrenamtlich mit Hunden aus dem Tierheim Gassi und bewirbst dich jetzt für eine Ausbildung als Tierpfleger. Vielleicht stellt dir das Tierheim ebenfalls einen Nachweis darüber aus. Hast du während deiner Schulzeit zusätzliche Kurse gemacht, Sprachprüfungen abgelegt oder Wettbewerbe gewonnen? Überleg einfach mal, was für deinen zukünftigen Arbeitgeber noch interessant sein könnte. Aber: Schick nicht einfach wahllos alles mit, was du findest, sondern überleg dir genau, ob es auch passt. Denn durch einen Berg Zeugnisse wühlt sich kein Arbeitgeber gerne.

Was mache ich, wenn ich schlechte Noten habe?

Hier kommt es darauf an, ob die Fächer relevant sind für den Job, für den du dich bewirbst. Wenn du dich zum Beispiel für eine Ausbildung als Fremdsprachensekretärin oder Fremdsprachensekretär bewirbst, sind deine Noten in den Fächern Deutsch, Englisch und anderen Fremdsprachen wichtiger als die in Mathe. Wenn du dich aber als Mechatroniker bewirbst und schlechte Mathe-Noten hast, wird es schon schwieriger.
Dein Zeugnis kannst du nicht ändern. Es gibt aber einige Dinge, die du tun kannst: Zum einen kannst du in deinem Anschreiben darlegen, warum du diese Ausbildung unbedingt machen möchtest und so versuchen, den Personaler trotz schlechter Noten von dir zu überzeugen. Wenn du schon ein Praktikum in dem Bereich gemacht hast, für den du dich interessierst, kannst du auch das (gute!) Praktikumszeugnis vor dein Schulzeugnis heften. So fällt es zuerst ins Auge. Wenn du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, kann es sein, dass du dort gefragt wirst, wieso deine Noten schlecht sind. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du dir schon vorher überlegst, was du darauf antworten kannst. Wichtig: Rede dich nicht heraus („Der Lehrer mochte mich nicht“, „Das Thema war blöd“), sondern erklär, dass du daran arbeitest, dass die Noten besser werden. Und erklär, warum du trotz schlechter Noten genau der richtige Kandidat für den Job bist.

Wie geht es weiter?

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